Craniosacral Therapie

Was bedeutet Craniosacral Therapie?

Bewegung, Rhythmus und Homöostase sind Grundeigenschaften des Lebens, die Ordnung erzeugen und Vitalität erschaffen. Diese Selbstordnungskräfte im Organismus beeinflussen alle Prozesse bis in die vitalen Zellstrukturen. Sie sind ein Leben lang Ausdruck unserer grundlegenden Gesundheit und Regulationsfähigkeit.

Als Craniosacral Therapeutin begleite und unterstütze ich diese, dem Körper innewohnenden Selbstordnungskräfte, durch sanfte, achtsame und präzise Berührung mit meinen Händen. Das Wiederfinden eines natürlichen und ganzheitlichen Gleichgewichtes, das individuell der Natur des jeweiligen Menschen entspricht, kann spürbar und erlebbar gefördert und nachhaltig gestärkt werden.

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Unser Körper kann durch Verletzungen, Krankheiten oder seelisch-geistige Belastungen so reagieren, dass er störend einwirkende Kräfte lokal bindet, wie etwa durch Kontraktionen von Muskeln, Faszien und Bindegeweben.

Über eine längere Zeit anhaltend, können solche Anspannungen die Aktivität lebenswichtiger und gesunderhaltender Systeme in Mitleidenschaft ziehen. So kann zum Beispiel ein Muskel, der dauerhaft verspannt ist, Gelenke in ihrer Beweglichkeit behindern oder auch die Blutzirkulation und den Lymphfluss einschränken. Häufige Symptome sind zum Beispiel Schulter- und Nackenverspannungen, unspezifische Rückenbeschwerden, Kiefergelenksprobleme und Kopfschmerzen bis hin zu einem geschwächten Immunsystem.

Beruhigung und eine tiefgehende Entspannung sind während der Behandlung wichtige Elemente für das ganzheitliche Wohlbefinden. Das vegetative (autonome) Nervensystem wird durch die Craniosacral Therapie in ausgleichender Weise angesprochen, sie kann dadurch nachhaltig regulierend auf den Atem- und Herz-Kreislaufrhythmus und die Stoffwechselprozesse wirken.

In der heutigen Zeit sind die meisten Menschen in einer vegetativen Über- oder Unteraktivierung. Ein ausgeglichen seelisch-geistig-körperlicher Zustand ist durch zu viel Stress, Ansprüche, Zeitmangel oder Leistungsdruck kaum mehr dauerhaft erreichbar. Die Auswirkungen sind dann eventuell ein erhöhter Blutdruck, Nervosität, Verdauungsprobleme, Schlafstörungen oder auch eine emotionale Überempfindlichkeit.

Meine Aufgabe als Craniosacral Therapeutin sehe ich darin, durch achtsames Berühren mit meinen Händen, einfühlend und lauschend dafür Raum und Zeit zu geben, was die Körperphysiologie meiner Klientin/meines Klienten mitteilen möchte. Wir stehen spürbar in Kontakt mit den inhärenten Ressourcen und Selbstheilungskräften. Gemeinsam erfahren wir beide von den natürlichen Absichten eines dynamischen und lebendigen Prozesses, der sich entfalten möchte.

Während meiner Ausbildung habe ich auf das Erlernen der beiden Grundmodelle der Craniosacral Therapie Wert gelegt. Diese zwei Methodenansätze unterscheiden sich einerseits in „Biomechanische Craniosacral Therapie“, welche primär die subtilen Bewegungen im Organismus in seinen funktionellen und strukturellen Aspekten durch manuelle Impulse unterstützt, und andererseits in „Biodynamische Craniosacral Therapie“, die das einheitliche Flüssigkeits- und Energiefeld des Körpers in den Mittelpunkt setzt, und ihre inhärenten Rhythmen und Dynamiken abwartet und begleitet. Die dynamische Stille hinter den Rhythmen, kann bewusst als regenerierend erlebt werden.

Erklärung: Biodynamische Craniosacral Therapie

Die Biodynamische Craniosacral Therapie setzt das einheitliche Energie- und Flüssigkeitsfeld des Körpers und besonders die darin wirkenden embryonalen Entwicklungskräfte, in den Mittelpunkt. Es stehen hier nicht die Beschwerden oder Symptome im Fokus der Aufmerksamkeit, sondern das Ausbalancieren des fluiden Bewegungsfeldes und das Wahrnehmen einer Stille hinter allen Bewegungen. Diese dynamische Stille ist zum einen die Quelle der entstehenden metabolischen Bewegungen im Körper, zum anderen geschieht aus ihr die erste Zündung zur embryonalen Entwicklung, die beide im weiteren Geschehen den gesamten Organismus und jedes seiner Moleküle beleben und zentrieren.  Die dynamische Stille wird gesehen als der Raum, aus dem alle Bewegungen und Lebensformen entstehen. Die dynamische Stille kann als tief erholsam und regenerativ erlebt werden.

Die Craniosacral Therapie findet in bequemer Kleidung auf der Behandlungsliege statt. Im Vorgespräch zu jeder Behandlung informiere ich mich über Ihren momentanen Gesundheits- oder Belastungszustand. Gemeinsam erkunden wir Ihren bisher erlebten Bewältigungsweg und die vorhandenen Ressourcen, Ihren Wunsch nach Genesung und Ihr Therapieziel.

Mir liegt eine vertrauensvolle und empathische Begegnung und Beziehungsqualität sehr am Herzen. Im sicheren und aufgehobenen Miteinander können selbstregulierende Prozesse auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene gemeinsam erlebt und unterstützt werden.

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Pränatal- & Geburtstherapie

Die Pränatal- und Geburtstherapie beschäftigt sich mit unseren ursprünglichsten menschlichen Themen, zu denen wir meist keinen bewussten Zugang finden können, da ihr Ursprung in unserem vorsprachlichen Erleben liegt.

Unser menschlicher Organismus reagiert seit Beginn der Zeugung auf wechselnde äussere Einflüsse und ist darauf ausgerichtet, in einem lebensfähigen, dynamischen Gleichgewicht zu bleiben. Wissenschaftlich ist es inzwischen erwiesen, dass „die embryonale Zelle“ (Blastocyste) von Anfang an ein Aussen- und auch Innenleben hat und über eine innere Zuständigkeit verfügt, die schon subtil Befindlichkeiten wahrnehmen kann (Dr. Erich Blechschmidt, Embryologe). Die Pränatal- und Geburtstherapie bezieht sich auf die Sichtweise der modernen Erkenntnisse der Prä- und Perinatalen Psychologie und Medizin.

Diese Disziplinen anerkennen inzwischen, wie vorgeburtliche Erfahrungen, durch die Möglichkeit von zellulären Erinnerungen, nachhaltig unsere menschliche Entwicklung beeinflussen können.

Vielleicht gehen Ihnen oftmals Fragen durch den Sinn, wie etwa: „Warum fühle ich mich nicht willkommen?“, „Wohin gehöre ich eigentlich?“ oder leiden Sie unter Verlustangst und dem Gefühl von unbegründbarer Einsamkeit?

Wurden in der vorgeburtlichen Lebenszeit die grundlegenden Bedürfnisse irritiert, kann etwa ein Mangel resultieren, der zu einem Gefühl von Leere, chronischem Getrenntsein, Kontaktlosigkeit zu sich selbst und Anderen führen kann. Sich uneingebunden fühlen und nirgends dazugehörig, kann zu einer permanenten Suche nach Sicherheit führen. Die Frage nach dem eigenen Platz im Leben wird dann immer wieder von neuem gestellt.

Wie unsere Geburt von den Eltern erlebt wurde teilen sie uns aus ihrer Erinnerung oftmals mit, aber vielleicht haben wir noch andere Erfahrungen durchlebt. Während des Geburtsvorganges kann es zu Momenten von Orientierungslosigkeit kommen, zu einem Gefühl von alleine gelassen sein, oder wir konnten auf Grund von notwendigen Interventionen dem natürlichen Impuls der Geburtsbewegungen nicht folgen. Unbewusst prägende, pränatale Erfahrungen können unser soziales Leben beeinflussen, oder auch den eigenen Kinderwunsch beeinträchtigen.

Wie erfolgt eine Behandlung?

Durch meine intensiven Weiterbildungen in Pränataler-Biodynamischer Craniosacral Therapie, konnte ich entdecken, dass diese essentiellen Themen sehr häufig auch noch im Erwachsenenalter ein Hintergrund vieler körperlicher und emotionaler Themen sein können. Mit grossem Respekt und offenem Herzen wende ich mich zusammen mit Ihnen dieser faszinierenden Ebene zu. Wenn sich die Ebene der Prägung langsam verändert, bringt es Sie näher in Kontakt mit Ihrer eigenen Wahrheit und Ihrem Dasein.

Im Laufe der Schwangerschaft erlebt die Mutter und auch das Ungeborene ständig wechselnde Phasen von Wachstum und Entwicklung, aber auch von Begrenzung und Verunsicherung. Fühlt sich die Mutter während der Schwangerschaft geborgen und sicher, in tiefem Vertrauen, und mit sich in guter Selbstwahrnehmung, kann sich das Kind normalerweise als individuelles Wesen in seinem Wachstum erleben und aus diesem Erleben heraus immer wieder Kontakt zur Aussenwelt herstellen. Eine gute Bindung zwischen Mutter und Kind entsteht auf natürliche Weise.

Die Schwangerschaft und Geburt können sowohl für Eltern, als auch für das Baby eine Zeit der Geborgenheit, grosser Freude und des Glückes sein. Es können aber auch schwierige und überfordernde Zeiten werden, die anders verlaufen als gewünscht oder erwartet.

Wie erfolgt eine Behandlung?

Als diplomierte Craniosacral Therapeutin habe ich durch prä- und perinatale Weiterbildungen mein Behandlungsangebot für Frauen erweitert.

Während der Schwangerschaft, aber auch nach der Geburt wird durch sanfte Berührungsimpulse meiner Hände eine körperliche und emotionale Entspannung der Mutter und des Babys gefördert. Dabei ist mir wichtig darauf einzugehen, was die Freude und das Vertrauen der Mutter, und damit auch des Babys, in ihrem gemeinsamen Sein und Wachstum unterstützt. Wir versuchen gemeinsam mit Ruhe und Respekt den möglichen Weg zu finden, hin zu einer sanften Integration der erlebten Erfahrungen und damit zu mehr Herzensfreude und Lebendigkeit.

Die Förderung der Regeneration, der Selbstwahrnehmung und Selbstverbundenheit der Mutter und ihr Kontakt zum Baby, kann durch meine Begleitung in geborgener und beruhigender Weise stattfinden.

Besonders durch Geburtsinterventionen, wie zum Beispiel medikamentöse und mechanische Geburtseinleitung, einen primären oder sekundären Kaiserschnitt oder auch durch nachgeburtliche Versorgung auf der Neonatologie, wirkt die Bindungsunterstützung durch Berührung für das Neugeborene stabilisierend und beruhigend.

Die sanfte Schmetterlings-Babymassage nach Eva Reich baut eventuell vorhandene Schockzustände ab und erleichtert dem Baby die Verarbeitung seiner Geburtserfahrung. Die Berührungen werden zu der Quelle einer zarten Kommunikation, einer gegenseitigen Verbundenheit und Vertrauensbildung.

Wie erfolgt eine Behandlung?

Die Mutter erfährt und erlebt, wie sie die sanften Streich- und Kreisberührungen oder auch Halte- und Sicherheitspositionen an den entsprechenden Körpersegmenten des Babys ausführen und zuhause weiter anwenden kann. Wir erforschen und erleben gemeinsam, wie durch die sanften Berührungen ein gesundes Bindungsgeschehen entstehen kann.

Mir liegt dabei am Herzen, die intuitive weibliche Kompetenz und Feinfühligkeit der Mutter zu stärken, und ihr Selbstsicherheit und Selbstvertrauen im Umgang mit ihrem Baby zu vermitteln.

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Bindungsenergetik

Die Bindungsenergetik setzt das Herz in den Mittelpunkt der therapeutischen Arbeit. Das Herz ist unser zentrales Organ für unser Bindungsgeschehen. Es reagiert spontan auf Nähe und fühlt sich beruhigt an, oder beginnt angeregt über das vegetative Nervensystem verstärkt zu pulsieren. Bindungen geben uns Sicherheit, Kraft und Orientierung, im ungünstigen Fall können sie aber auch Kraft kosten. Die Herzmethode bringt mittels feinfühliger Berührung am Herzen, innerpsychische Vorgänge in die Körperwahrnehmung und über die Sprache zum Ausdruck. Eingefahrene, emotionale Gebundenheiten können besser von herzstärkenden Impulsen und Gefühlen unterschieden werden. Eine stabile Grundlage für gelungene Bindung und psychische Gesundheit wird dadurch gefördert und gestärkt.

Menschen, so lehrt die Bindungsforschung, können nicht ohne Bindung leben. Von Anfang an in guter Bindung zu sein, bedeutet sich gut entwickeln zu können und vertrauensvoll die Welt zu entdecken. Durch die Bedeutung der Bindung für unser Leben sind Bindungserfahrungen, die unsere sichere Bindung bedrohen, immer auch einschneidend und prägend. Prägende Erfahrungen können negative Grundeinstellungen und demotivierende Gefühle auslösen, welche unsere Beziehungen und Lebenssituationen erschweren und immer wieder auf die gleichen Rückschlüsse und Konsequenzen hinauslaufen.

Die wissenschaftliche Forschung konnte feststellen, dass unser Herzrhythmus erstaunlich genau auf unsere Gedanken und Gefühle reagiert. Dabei erzeugen belastende Gedanken und stressige Gefühle nachweisbar eine ungeordnete Herzfrequenz. Herzschwächende Zustände, wie ungeduldig und mutlos sein, oder abwertendes und resignatives Gedankenkreisen, tragen nicht nur zu einer schlechten emotionalen Stimmung bei, sondern führen auch zu einer Inkohärenz im Herzrhythmus. Die Herzzellen werden über das vegetative Nervensystem gleichzeitig beschleunigt und wieder gebremst. Die Folge sind widersprüchliche Informationen, die einen Energieverlust, ein Unwohlsein oder ein geschwächtes Immunsystem bewirken können. Die Frage ist nun: „Was können gesunde, herzstärkende Gedanken und Gefühle bewirken?“.

Wir kennen es gut, wie sich Freude und Wertschätzung anfühlen, auf jeden Fall wohltuend und regenerierend. Diese Herzens-Gefühle verbessern den psychischen Zustand und das Gleichgewicht des Nervensystems, und sie sorgen für eine harmonische, kohärente Herzfrequenz.

Erklärung: ungeordnete Herzfrequenz

Generell sind Emotionen aus Sicht des Körpers nicht einfach richtig oder falsch, sondern für unsere Gesundheit und Lebensqualität entweder effizient oder ineffizient. Durchschnittlich erleben wir pro Tag etwa 100 000 unterschiedlichste Gedanken und Gefühle, und jeder dieser Impulse wirkt sich unmittelbar auf unseren Energiehaushalt und unseren körperlichen Zustand aus.

Die Herzzellen sind der stärkste Taktgeber im Organismus, und sie können alle anderen wichtigen Systeme im Körper in ihren Rhythmus ziehen. Über ihr elektromagnetisches Feld können die Herzzellen synchronisierend auf unsere Gehirnzellen einwirken und sogar Signale an die Umgebung ausserhalb des Körpers absenden und von dort empfangen. Es entsteht eine Resonanzebene zwischen Herz und Gehirn, besonders im Mandelkern (Amygdala), welcher ganz entscheidend dazu beiträgt, wie wir wahrnehmen, empfinden und darauf reagieren.

Ich bin immer wieder fasziniert davon, mit welchen eigenen Möglichkeiten meine Klienten in Verbindung kommen, wie neue Handlungs- und Sichtweisen entstehen, wenn wir der Spurensuche der stärkenden Kraft des Herzens folgen. Wir erfahren miteinander, wie sich Freude und Zufriedenheit oder Tatkraft und klares Verständnis anfühlen und was dadurch in Bewegung kommen kann. Die Herzens-Verbundenheit sorgt für mehr Kohärenz zwischen körperlichem Empfinden, Emotionen und Gedanken. Das Ziel der Herzmethode besteht darin, wieder vermehrt in Verbundenheit mit sich, der sozialen und natürlichen Umwelt zu leben.

Die bindungsenergetische Therapie entwickelte der Psychologe Michael Munzel seit dem Jahr 2000. Der zeitgemässe Therapieansatz integriert aktuelle Erkenntnisse aus der Psychologie, den Neurowissenschaften und der Bindungsforschung.

Ich befinde mich seit 2016 in der Ausbildung zur Bindungsenergetischen Therapie (www.bindungsenergetik.de). Der gesundheitsorientierte und körperbezogene Ansatz dieser Methode unterstützt meine Begleitung von Klienten, die sich davon angesprochen fühlen, ihre ursprünglichen Eigenschaften, Fähigkeiten und innewohnenden Potenziale wiederzuentdecken und zur Wirkung zu bringen. Die bindungsenergetische Gesprächsführung biete ich integrierend zur Craniosacral Therapie an. Sie eignet sich ebenfalls begleitend zu psychotherapeutischen und schulmedizinischen Therapieformen.

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Klinische Philosophie

Nicht wenige Menschen erfahren im Verlaufe ihres Lebens – oftmals im kritischen Zeitpunkt – den Impetus, sich selbst Zeugnis eigenen Seins geben zu wollen. Sie möchten, gleichsam von einer Anhöhe aus ihr Leben überblicken, persönliche Motivation reflektieren und etwaig ihre «Navigation im Täglichen» neu justieren.

Dieser Zeitpunkt kann der geeignete sein, um das Gespräch und den vertrauensvollen Kontakt innerhalb der Praxis «LebenSein» zu suchen. Dort wird im Fachbereich der Klinischen Philosophie der geschützte Raum zum professionellen Gespräch mit einem langjährig klinisch tätigen Arzt und Philosophen ermöglicht.

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